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 Turnierbericht Paris 2006

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Kategorie: Berichte
geschrieben von: Susanne
Veröffentlicht am: 23. Mai 2007 23:36 - 2056 Hits

Den hat Kathrin freundlicherweise nochmal ausfindig gemacht und nun könnt ihr den Bericht zum Turnier in Paris letztes Jahr (2006) hier lesen.

Wie alles begann

Unser erstes Auto sollte am Mittwochabend pünktlich um 9 an der Feki die lange Reise antreten. Doch das stellte sich leider schon als erste Schwierigkeit dar. Die Innenstadttruppe traf nämlich wegen fehlender PC-Kompetenzen von Philipp – nach dem Turnier auch besser bekannt als Schochi - mit einer halbstündigen Verspätung ein. Da aber war der Bus schon längst am ZOB und so startete die Fahrt mit einiger Verzögerung, dafür aber mit Heike, Kathrin und Schochi im Auto!

Mangels moderner Hifi Ausstattung unseres treuen gemieteten Volkswagens, musste Kathrins Mp3 Player als Unterhaltungsinstrument dienen (O-Ton Kathrin: Da ist nur blöde Musik drauf). Nach einer zweistündigen Fahrt war unser Fahrer dann aber doch noch nicht eingeschlafen und so konnte unser neuntes und letztes Boardmitglied Dirk in Frankfurt aufgegabelt werden.

Völlig übermüdet waren wir dann überglücklich, als wir um sechs Uhr morgens endlich vor der Ecole Centrale standen. Wir mussten also nur noch einen Franzosen kontaktieren, um wenigstens noch ein paar Stunden schlafen zu können. Leider stellte sich dies als äußerst kompliziert heraus, da der eine Franzose sein Handy ausgeschaltet hatte, der andere erst nach stundenlangen Warten total verkatert angeschlurft kam. Die Wartezeit vertrieben wir uns dafür damit, das seltsame Laufverhalten der Franzosen zu studieren.

Die Hardcoretouristen schlagen zu

Nachdem „Floran“ endlich die Tore unserer Luxusherberge öffnete, hätte man zum gemütlichen Teil des Tages übergehen und sich endlich dem verdienten Schlaf hingeben können. Doch schon nach 2 Stunden hatte der Spaß ein Ende: die Hardcoretouristen rissen uns um 9 aus unseren Träumen und so machten wir uns schweren Herzens auf die Socken. Während der gemäßigte Teil des Teams es vorzog, sich kulinarischen Köstlichkeiten im jüdischen Viertel hinzugeben, den Komfort Pariser Parkbänke zu testen und dabei über die Implikationen hässlicher Kinder zu diskutieren, besichtigte der andere Teil Paris im Schnelldurchgang: Eiffelturm, Champs Elysée, Louvre, Place du Tertre….alles per Fuß. Auf körperliche Mangelerscheinungen wurde dabei keine Rücksicht genommen. Während die einen also noch die Stadt unsicher machten und später totmüde in die Betten fielen, ließen sich die anderen derweil von den Giessenern zum Grillen einladen. Nur Jens wollte uns später noch beim Trinken unterstützen – was er mit einer bösen Knieverletzung bezahlen musste. Ob es an Schochis übernatürlichen Sumoringerkräften oder an Kathrins spezieller Wodka O-Mischung lag, wissen wir bis heute nicht…..

Unter Tage in Paris

Der erste Tag und die folgenschwere Nacht hatten Spuren hinterlassen, so dass man am Freitag erst um ein Uhr in die Innenstadt aufbrach. Die Katakomben besuchten wir gleich am Anfang. Leider stellten sich die Gebein- und Schädelhaufen als weniger spektakulär dar. Wir ließen uns aber nicht entmutigen, sondern machten uns auf ein kurzes Intermezzo in den Jardin de Luxembourg. Dort konnte in entspannter Atmosphäre eine in Frankreich teuer eingekaufte und von Jens spendierte deutsche Gummibärchentüte verspeist werden (die weißen sind halt nur was für die Gourmets, gell Jens??!). Anschließend gingen wir wieder getrennte Wege: die Hardcoretouristen besuchten noch den Louvre, die andere Fraktion entschied sich für den Montmartre. Dort ließ man sich auch von extrem hinterhältigen Verwicklungskünsten nicht davon abbringen, einen französischen Supermarkt mit freundlichen Indern aufzusuchen. Schließlich wollte man ja unbedingt mal die klinisch saubere Campus Küche auf ihre Tauglichkeit hin testen. Und siehe da: mit einer köstlichen Lasagne und feinem Rotwein (dank Dirks kompetenter Auswahl) konnten wir unsere aus Spanien eingeflogene Susanne gebührend empfangen. Das klappte auch trotz etlicher Tannenzapfen, die immer wieder bevorzugt in Kathrins Kleidung oder in der Dusche auftauchten. Den Eiffelturm bei Nacht wollten wir aber auch nicht verpassen und so machten wir uns gegen 23 Uhr mit dem Auto auf den Weg dorthin. Die etwas unfreiwillige Entscheidung ohne Straßenkarte loszufahren, brachte uns in einige prekäre Situationen. Wir landeten im Parkhaus, auf der Autobahn und missachteten zahlreiche – wohl auch in Frankreich gültige - Verkehrsregeln (rote Ampeln, Einbahnstraßen – noch mal vielen Dank an unseren Lotsen). Nichts desto trotz fanden wir einen exzellenten Parkplatz direkt hinter dem Eiffelturm und kamen völlig rechtzeitig in den Genuss der einzigartigen Lightshow.

Ankunft des zweiten Busses

Nach Irrfahrt durch die Vorderpfalz – trotz modernster Technik in Form eines Navigationssystems – und einem Abstecher ins ökonomisch schlechter gestellte „Bundesland“ Saarbrücken (O-Ton Christopher), erreichte auch die Nachhut Paris am späten Abend. Im Laufe des gemütlichen Beisammenseins entbrannte eine hitzige Diskussion um die Mannschaftsaufstellung, genauer gesagt um die Aufteilung in eine „starke und weniger starke“ Mannschaft. Dank einer überwältigenden Mehrheitsentscheidung lösten wir auch dieses Problem zu Gunsten einer leistungsorientierten Mannschaft. Am Morgen danach…

Der erste Turniertag

… startete daraufhin Bamberg 2 als unsere 1. Mannschaft mit leichten Schwierigkeiten im Spiel gegen Stuttgart: die Feinabstimmung fehlte wohl noch und so fingen wir eine leichte Klatsche. Philipp I. machte uns aber Hoffnung- für ihn sah alles gar nicht sooo schlimm aus, denn seiner Ansicht und Nase nach (Alkoholfahne), hatten auch die Gegner am Vortag ordentlich gefeiert. Diese Feststellung erwies sich allerdings als Trugschluss, befand sich doch nur Kevin in seiner unmittelbaren Umgebung. In den folgenden Spielen fand Bamberg 2 dann aber seine gewohnte Stärke wieder und startete den Siegeszug… Die zweite Mannschaft, Bamberg 1, schlug sich währenddessen tapfer: Dank Super-Schochi im Tor („Schochi, du Held!!!“), fiel das Ergebnis nicht ganz so schlecht aus. Im zweiten Spiel erreichte man ein hart umkämpftes Unentschieden. Susanne glänzte hierbei mit dem einzigen Mädelstor.

Die Partey

Es gab mal wieder Pizza…!!! Und gleich zwei Stück davon… Nach langen Diskussionen entschied man sich nach dem Essen gegen die Bamberger - und für die „Großdeutsche“ - Lösung und gesellte sich zu den anderen Deutschen auf den Hügel. Die Freude sollte nicht lange währen, denn bald wurde man von einem „jungen“ Geburtstagskind und einer riesigen Sektflasche genervt. Die Partey wurde irgendwann in den Essenssaal verschoben, wo Jens und Hanno die Stimmung mit einem waghalsigen Einkaufswagenmanöver anheizten. Der Abend endete dann im Bamberger Mädelszimmer, so dass der Partypokal gesichert war. Jens opferte seine letzten Kräfte, um auch den allerletzten Kaiserslauterner ins Bett gehen zu sehen. Mit breiten Grinsen und vom Schlaf gezeichneter Frisur freute er sich diebisch über seinen Sieg: „Ich hab’ gewonnen!“

Zweiter Spieltag

Das Turnier ging in seine heiße Phase. Es standen der Turniersieg und die Vermeidung des letzten Platzes auf dem Programm. Das erstere konnte wie im letzten Jahr trotz unermüdlichen Einsatzes („Geht’s dir gut?“ Ines: „Ja, mir is nur schlecht..!“) leider nicht verwirklicht werden –im Vergleich zu einem voll ausgerüsteten Torwart hatte selbst der todesmutige Philipp Str. keine Chance. Immerhin erreichten wir aber das zweite Ziel dank professioneller Schützenhilfe durch die erste Mannschaft. Unsere Anstrengung wurde bei der Siegerehrung dann mit französischer Parteymusik, weißem „Bordeaux“ und Foie Gras belohnt. Da waren wir alle glücklich…….

Au revoir Paris

Vier Tage voller Anstrengungen, sehr spaßigen Momenten (von denen leider sehr viele unerwähnt bleiben mussten) und sportlichen Erfolgen gingen zu Ende. Die Koffer wurden wieder gepackt, unsere vier Sterne Unterkunft geräumt, letzte Postkarten geschrieben und auf ging’s zurück nach Deutschland. Doch auch jetzt noch nutzten wir unsere Zeit äußerst sinnvoll und entdeckten ein neues Interbus - Kommunikationsmittel: mit an die Fenster gehaltenen Sprüchen fielen auch die letzten Barrieren zwischen den Bussen. Noch dazu kam der eine Bus in den einmaligen Genuss, Philipp Illies Essensgewohnheiten erörtert zu bekommen. („Da waren wir im Supermarkt und da….also im Supermarkt“???.) Außerdem hatten manche Mitfahrer einen Heidenspaß dabei, das Warndreieck mit wichtigen Details zu versehen…Der kleine Hunger wurde schließlich durch ein ausgewogenes Mahl bei Burger King gestillt. Und so erreichten wir, nachdem wir auch die Polizei noch abschütteln konnten, im Morgengrauen unser geliebtes Bamberg.

@Anna und Martin: Echt schade, dass ihr nicht dabei ward!!! Mit euch hätten wir bestimmt gewonnen- aber darauf freuen wir uns dafür im nächsten Jahr……..

Heike, Kathrin, Lisa & Schochi


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